Frau an der Nähmaschine
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Hilfe zur Selbsthilfe unter Zigeunern

Notleidende, Witwen
Ukraine

Im Karpatengebiet (Transkarpatien) leben mehr als 40.000 Zigeuner, die von sich aus vier Sprachgruppen darstellen. Sie leben abgesondert in eigenen Ortschaften, die Tabors genannt werden. Das Leben der meisten Zigeuner, heute “Roma”, ist oft von Armut geprägt. Es ist für uns Menschen aus dem Westen schwer zu verstehen, warum bis zu 20% der Bevölkerung keine Ausweisdokumente besitzen. Die Folge davon ist die hohe Arbeitslosigkeit, die zu Armut führt. An dieser Stelle muss man sagen, dass sich die Lebensbedingungen in den verschiedenen Tabors stark voneinander unterscheiden. Eine besondere Gruppe, die am stärksten von der Armut betroffen ist, sind Witwen, Waisen und Frauen, die von ihren Männern verlassen wurden. Oft leben sie unter unvorstellbaren Verhältnissen – ohne Wasser, Strom, Hygienemittel usw. – weil sie keine andere Wahl haben. 

Hier möchten wir als Hilfsdienst – Freundeskreis den Betroffenen eine Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. Damit Frauen, wie Witwen und Verlassene mit kleinen Kindern, die Möglichkeit bekommen, in einer entsprechenden Unterkunft, sich durch eine Beschäftigung selbst zu versorgen.

An erster Stelle betreuen wir die Witwen, die einer Gemeinde angehören und Frauen, die aufgrund ihres Glaubens von ihren Männern verlassen wurden. Die Betroffenen werden im Winter mit Heiz- und Lebensmitteln versorgt. Mit dem Projekt “Hilfe zur Selbsthilfe” möchten wir solche Familien betreuen und ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Selbstversorgung anbieten: wie z.B. eine Nähmaschine, Hühner für Geflügelzucht, eine Ziege oder Schwein, kleiner Gemüsegarten oder ähnliches. Oft bedarf es nicht viel, damit so eine bedürftige Familie die Armut überleben kann.

Projekt 1296
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