Bericht

Humanitäre Hilfe und Schulranzen für die Ost-Ukraine

Humanitäre Hilfe, Aktion
Ukraine

Es war eine ruhige Morgenstunde, der blaue Himmel versprach ein schöner Tag zu werden. Es war interessant zu beobachten, wie die kleinen Kinder auf einem Hügel versuchten, mit dem Fahrrad auf einem Schotterweg hinunter zu fahren. Hinter den Kindern lief ihr treuer Freund, ein kleines Hündchen, immer wieder hin und her. Am Straßenrand saßen erschöpft die Frauen und unterhielten sich ganz ruhig. Von ihren Gesichtern konnte man ablesen, dass sie eine schwere Last bedrückte. Dieses scheinbar ruhige Leben unterbrachen plötzlich wieder die lärmenden Geräusche, die Angst und Schrecken verbreiten. Man hörte lautes Geschrei, jeder suchte Schutz, sofort wurde die Straße leer. Plötzlich kehrte der Krieg wieder ein, die Gegend wurde wieder unter Beschuss genommen.

Das ist das tägliche Bild von den Städten und Dörfern, die an der Frontlinie liegen. Viele sind traumatisiert und fragen sich entsetzt, wie lange sie es noch aushalten müssen? Wann wird dieser wahnsinnige Krieg endlich zu Ende gehen?

Trotz aller unterschriebenen Abkommen, ist das Ende des Konflikts noch nicht in Sicht. Die Krise in der Ukraine droht zu einem „eingefrorenen Konflikt“ zu werden. Obwohl die westlichen Medien über  die Ost-Ukraine kaum ein Wort erwähnen, heißt das leider noch lange nicht, dass dort wieder Ruhe und Frieden eingekehrt wäre.

Dieser Ungerechtigkeit können wir als Christen durch Gebet entgegenwirken, dass der gerechte Gott diesen menschlichen Hass eindämmt. Wir beten, dass die betroffenen Menschen nach wahrem Frieden suchen, der nicht auf einem Papier ausgehandelt wird, sondern in die Herzen der Menschen einkehrt.

Schon seit dem letzten Sommer lag es uns auf dem Herzen, als dieser Konflikt ausbrach, den unschuldig leidenden Kindern eine Freude zu bereiten. Kinder, die bereits Flucht, Hunger und Leid miterleben mussten. Es war ein besonderes Anliegen des Hilfskomitees, gerade solchen Kindern zu helfen, ihnen die Liebe Jesu vorzuleben und zu helfen, ihre Ängste und Traurigkeit zu überwinden. Zu diesem Zweck wurde eine leerstehende Freizeitanlage genutzt, die im Wald, ca. 70 km von der Frontlinie entfernt liegt. Dorthin konnten über 300 Kinder aus dem Kriegsgebiet zusammengebracht werden.

Es war herrlich zu beobachten, wie die Kinder wieder gelacht haben. Wie ihre Augen vor Freude strahlten, kann man kaum beschreiben. Die Kinder konnten ungestört spielen, basteln, singen und jeden Abend die spannenden Geschichten aus der Bibel hören. Die leckere Pizza, die Dank der Spende aus Deutschland gebracht wurde, war ein besonderes Erlebnis. Die Kinder genossen sie zu jeder Tages- und Nachtzeit.  Dieses Vorhaben, den Kindern die Möglichkeit zu geben, den Krieg für kurze Zeit zu vergessen, segnete Gott in einer wunderbaren Art und Weise.

Für die Menschen, die entlang der Frontlinie als Flüchtlinge ihre Unterkünfte bekommen haben, konnten wir Lebensmittel und Kleider bringen. Die Einsätze wurden mit Musik und Liedern begleitet. Aber Hauptziel dieser Einsätze war es, den Menschen die Botschaft von dem wahren Friedensfürst zu vermitteln. Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um den Menschen die Liebe Gottes vorzuleben. Die Menschen lauschten aufmerksam der Botschaft, weinten dabei und waren sehr dankbar, dass es doch noch Menschen gibt, denen das Schicksal dieser vielen Menschen in der Ost-Ukraine nicht gleichgültig ist.

Mit dieser Aktion konnten wir ca. 2.000 Menschen erreichen.

Insgesamt konnten in den vergangenen 6 Monaten schon 10 LKW`s ins Kriegsgebiet geschickt werden. Zwei davon waren große Sattelzüge mit tiefgefrorener Pizza von der Firma Dr. Oetker, die für die hungrigen Menschen im Gebiet Donezk bestimmt war.

Die Schulranzen-Aktion fand breite Unterstützung bei vielen Geschwistern in Deutschland: In kurzer Zeit wurden fast 600 voll gefüllte Schulranzen gesammelt. Die Freude der Kinder und ihrer Eltern war grenzenlos. Im Kriegsgebiet ist es heute nicht möglich, die Kinder ordnungsgemäß auf die Schule vorzubereiten. Die Menschen dort sind froh, dass die Schulen am 1. September überhaupt noch die Türen geöffnet haben.

Es sind auch weitere Transporter mit Hilfsgütern und Lebensmittelpaketen für die Ost-Ukraine geplant. Bitte betet für die Mitarbeiter des Hilfskomitees, denn jeder Transport, der die Frontlinie überquert, ist besonderen Gefahren ausgesetzt. Hier brauchen wir eine besondere Unterstützung im Gebet. Möge der Allmächtige es jedem vergelten, der diese schwere Arbeit mit Gebet und Gaben unterstützt hat.


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